Ich weiß, A. meint es humorvoll und es soll der Aufheiterung dienen, wenn sie mir smst, ich soll doch mit einem leckeren Praktikanten in die Besenkammer verschwinden. Und es soll mich ebenfalls aufmuntern, wenn sie mir aus der Stadt berichtet, wie viele leckere Männer dort unterwegs sind.
Die Crux ist: Diese Praktikanten und Männer haben mich die letztan 18 Monate nicht die Bohne interessiert und sie locken mich auch jetzt nicht.
Es gibt nach wie vor immer nur den Einen, den ich als unheimlich anziehend empfinde. Und der von mir demnächst Aufstehverbot oder ähnliches erhält, weil ich mich sonst nicht zurückhalten kann, seine Kehrseite begehrlich anzustarren.
Ich bin nicht zu retten.
Oder eher: H. is back. Heute hat er seinen 1. Arbeitstag nach dem Urlaub, wobei ich ihn noch nicht ein einziges Mal zu Gesicht bekommen habe. Ich war zwar vorhin drüben in seiner Abteilung, aber er war irgendwo auf seinen diversen Baustellen unterwegs, um sich auf den neusten Stand zu bringen.
Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig, ob es gut oder schlecht ist, dass ich ihn noch nicht gesehen habe. Für mein Gefühlschaos ist es wohl besser. Andererseits hab ich mich heut in ein umwerfendes Outfit (kurzes rotes Kleid *hähä*) geschmissen, die Haare sitzen nach dem Friseurbesuch am WE hervorragend und ich bin mit perfekter Zurückhaltung geschminkt. Kurz: Jedem fallen heute mal dezent die Augen raus. Da wäre es Verschwendung, mich nicht bei H. zu zeigen und zu demonstrieren: So, mein Bester, DAS lässt Du Dir freiwillig entgehen, du Depp.
Außerdem steht auch noch die Gretchenfrage aus: Wie war eigentlich das Konzert am Sonntag?
Achje, irgendwie ist das alles suboptimal...
Das Übliche zuerst: H. fehlt mir. Und ich denke noch immer verdammt oft an ihn. Genau genommen täglich. Vor allem vorm Einschlafen. Aber: Die Erfahrung mit M. zeigt, dass sowas vorbei geht. Irgendwann.
So, jetzt was anderes. Hat jemand von Euch Ahnung, wieviel man so als 1-Personen-Haushalt im Schnitt an Wasser verbraucht?
Es ist nämlich so: Als ich in die Wohnung eingezogen bin, habe ich unseren Vermieter auf Anraten von R. auf einen eigenen Wasserzähler angesprochen. Einige bei uns im Haus haben einen, der Rest wird über den Hauswasserzähler per Umlage etc. abgerechnet. Seinerzeit meinte nun der Vermieter, dass dies für die Hauptwasserversorgung im Bad kein Problem wäre, aber für die separate Leitung im WC (Bad und WC sind bei mir getrennt) würde es sehr schwer werden (zu kurzes Rohr u.ä. Gründe).
Na gut, das habe ich dann so auf sich beruhen und mich brav über den Hauswasserzähler abrechnen lassen. Nur als gestern die aktuellste Betriebskostenabrechnung für März 07-März 08 im Postkasten lag, bin ich dann doch mal ins Grübeln gekommen. Immerhin wurden auf mich knapp 55m³ Wasser und dementsprechend auch Abwasser umgelegt. Dies entspricht einem Monatsverbrauch von rund 4,6m³, was mir dann doch ein bisschen arg hoch erscheint. Auch wenn ich beim Duschen ganz sicher nicht der sparsamste Mieter bin.
Daher mal die Frage nach Euren Erfahrungswerten. Was verbraucht man so im Schnitt und lohnt es sich daher, meinem Vermieter bzgl. eigenen Wasserzählern Dampf zu machen?
Assoziationen sind furchtbar.
Sehe ich meine Badewanne, denke ich an meine erste Nacht mit H.
Trinke ich mit einem Kollegen einen Wein in der Bar unseres Vertrauens, denke ich daran, wie H. und ich nach solchen Abenden bei mir gelandet sind.
Gehe ich an einem Spielplatz vorbei, überfallen mich unwillkürlich die Erinnerungen an heftiges nächtliches an-die-Wäsche-Gehen auf dem ein oder anderen Spielplatz.
Und gerade blätterte ich in einem Architekturkonzept für ein Hotel und bekam sofort einen Flashback an das zweitägige Seminar in Hamburg letzten November, an dem H., ich und 2 weitere Kollegen teilgenommen haben. H.s Hotelzimmer blieb dabei über Nacht unberührt, dafür gabs eine Doppelbelegung meines Einzelzimmers...
Verflucht, kann man das irgendwie abstellen? Es tut nämlich weh...
Hatte gestern und vorgestern einen Tag Urlaub und war - wie kann es anders sein - an beiden Tagen mit A. unterwegs. Gestern Shoppen, vorgestern Kino. Und weil wir schonmal dabei sind: Am Sonntag war ich erst zum Frühstück bei A. und R. und anschließend sind wir baden gefahren.
Ich genieße das gerade sehr. Hoffe, R. denkt nicht, ich will ihm seine Freundin abspenstig machen.
Jedenfalls erfuhr ich gestern beim Shoppen mit A. zufällig, dass die beiden tatsächlich überlegt hatten, sich während ihres Urlaubs im Mai auf Bali heimlich, still und leise trauen zu lassen. Wäre das nicht von deutscher Seite aus ein Riesen-Bürokratieakt gewesen, wären sie heute vermutlich verheiratet.
Fand ich sehr lustig. Ausgerechnet der Ehe-Muffel R. :-) A.s Mutter kennt ihre Tochter wohl auch sehr gut und fragte direkt als sie wieder da waren: Und? Bist Du verheiratet?
Aber ist schon gut so. Ich will endlich mal bei einer Hochzeit dabei sein, verdammte Axt!
Ansonsten im Westen nichts Neues. Versuche verzweifelt, H. zu vergessen. Habe im Moment echt Angst, dass der Sex zwischen uns was ganz Einmaliges war und nie wieder von irgendjemandem erreicht werden kann. Ich mein, 2-3-Stunden heftigstes Geknutsche, Gefummel und noch vieles mehr und das mit einem Riesen-Enthusiasmus und einer enormen Anziehungskraft auf beiden Seiten - ich weiß nicht, wie häufig sowas vorkommt...
Von daher wäre es jedem potentiellen Nachfolger gegenüber nur fair, ich könnte die letzten 18 Monate einfach vergessen. Oder zumindest den nächtlichen Teil der letzten 18 Monate. Und auch mir erspart es sicher eine Menge Frust, wenn ich nicht immer in Versuchung geraten würde, Vergleiche zu H. zu ziehen. Blöderweise ist das alles andere als EINFACH. :-(
Also, prinzipiell weiß ich ja, dass es das Beste ist. Für uns beide. V.a. aber für mich.
Ich weiß, dass es wohl nie funktioniert hätte. Nicht mit einem Mann, bei dem ich immer Zweifel hätte, ob er mir treu ist, wo er doch meine Vorgängerin betrogen hat. Nicht mit jemandem, der ein Riesen-Problem mit dem Wort "Schatz" hat. Weihnachten wäre jedes Mal ein Desaster geworden. Seine späten Feierabende hätten mich vermutlich in den Wahnsinn getrieben und zu einem dauer-schiefen Haussegen geführt. Seine Unpünktlichkeit hätte ständige Streitereien verursacht.
Die Liste der guten Gründe ließe sich noch fortsetzen. Bei näherem Nachdenken fällt mir sicher noch einiges ein, warum wir einfach nicht zusammenpassen und es wirklich besser so ist, wie es ist.
Und dennoch: Er fehlt mir... Sehr sogar.
Heute früh in der U-Bahn fiel mir siedendheiß ein: Mensch, du hast ja H. zum Geburtstag ein Ticket für das Open-Air-Konzert der Fanta 4 geschenkt. Das ist am 17.08., d.h. nächsten Sonntag...
Jetzt nagt in mir natürlich schon die Frage, ob a) er das noch weiß (zumindest habe ich die Karte bei ihm stets sehr offensichtlich rumliegen sehen) und b) er das bei seiner Terminplanung berücksichtigt hat. Ich habe ja keinen Dunst, wie lang der Segeltrip geplant ist, sondern weiß nur, dass sein 1. Arbeitstag am 19. ist.
Mist. Jetzt kämpfe ich grad mit der Frage, ob ich ihn diesbzgl. irgendwann in der Zeit zwischen gleich und innerhalb der nächsten Woche ansmsen soll oder einfach, wenn er wieder da ist, ganz scheinheilig frage, wie denn das Konzert war.
Wäre er wirklich so zerstreut, das zu vergessen? Oder andere Alternative: Hätte er wirklich so wenig Anstand und würde ein geschenktes Konzertticket (und er hat seinerzeit selbst gesagt, dass er da hin will, sonst hätte ich ihm das nicht geschenkt) verfallen lassen?
Ich weiß, die Unwissenheit würde an mir ohne Ende nagen, wenn ich ihn nicht zeitnah frage. Aber will ich es im Zweifelsfall wirklich wissen? Und v.a.: Will ich mich wirklich bei ihm melden? Er ist erst den 2. Tag weg. Wie sieht das denn aus...
Das Dumme an der Tatsache, dass ich auf H. nicht mehr wütend bin, ist der unschöne Nebeneffekt, dass es mir jetzt wiederum wieder weh tut, dass es vorbei ist.
Gerade jetzt, wo er seit heute im Urlaub ist und bis zum 18. August irgendwo auf der dänischen Ostsee herumsegelt, überfällt mich natürlich die Erinnerung, wie es während seines letzten Segeltrips im vergangenen Jahr war.
Reger SMS-Austausch während seiner Zugfahrt in den Norden. Am nächsten Tag ein Anruf im Büro, das in ein über halbstündiges Blödeltelefonat mündete, an dessen Ende ich ihn halb abwürgen musste, weil ich dann doch mal langsam weiter arbeiten musste. Tägliche ausgiebige SMS mit Bildern vom Törn. Das alles kann ich mir für diesmal abschminken.
Dafür wird vermutlich Y. die Glückliche sein, die er dieses Mal mit Aufmerksamkeit überschüttet. Besser nicht dran denken, das tut nur unendlich weh.
Einerseits ist der Abstand natürlich gut und vernünftig. Andererseits vermisse ich ihn sehr...
Die Erinnerung, an gemeinsame Abende und Nächte, an seine Nähe, an seinen Duft, an seine Haut unter meinen Fingern, an seine Küsse und alles, was auf die Küsse unweigerlich folgte, ist einfach noch sehr präsent und so richtig gesetzt hat sich das noch nicht, dass es all das mit ihm nicht mehr geben wird.
Ach, doof. *seufz*